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Gicht
Diagnose von Gicht

Es empfiehlt sich, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen, um Schäden an den Gelenken möglichst zu vermeiden. Zur Diagnose von Gicht zieht der Arzt mehrere Untersuchungen heran. Zunächst wird der Harnsäurespiegel im Blut bestimmt. Dazu wird dem Patienten Blut abgenommen und untersucht. Da der Harnsäurespiegel abhängig von den Lebensmitteln, die der Patient zu sich genommen hat, schwanken kann, ist ein erhöhter Harnsäurespiegel nicht ausreichend, um die Diagnose zu stellen. Neben Röntgenbildern wird ein Arzt meist auch die Gelenksflüssigkeit auf das Vorhandensein von Harnsäurekristallen untersuchen, um eine gesicherte Diagnose stellen zu können.

Diagnose von Gicht

Um dauerhafte Gelenkschädigungen zu vermeiden sollte unmittelbar nach Auftreten des ersten Anfalls ein Arzt aufgesucht werden. Blutuntersuchungen zum Nachweis eines erhöhten Harnsäurespiegels und der verschiedenen Entzündungsparameter gehören, neben Röntgenuntersuchungen und einer Entnahme von Gelenkflüssigkeit, zu den ersten diagnostischen Maßnahmen.

Da der Harnsäurespiegel in Abhängigkeit von den aufgenommenen Lebensmitteln extrem schwanken kann, ist ein normaler Harnsäurespiegel kein Beweis dafür, dass keine Gicht vorliegt. Gesunde Harnsäurewerte bewegen sich zweischen 3,0 und 6,0 mg/100 ml. Liegt der Wert über 6,5 so kann dies bereits ein wichtiger Hinweis auf das Vorliegen einer Gicht sein. Unbedingte Ehrlichkeit gegenüber dem behandelnden Arzt ist unabdingbar. Wahrheitsgemäße Angaben über Alkohl- und Fleischkonsum erleichtern dem Arzt die Diagnosestellung.

Ergeben die Blutuntersuchungen einen Verdacht auf Gicht wird zur Sicherung der Diagnose eine direkte Gelenkpunktion durchgeführt, bei der Gelenkflüssigkeit entnommen wird. Die Gelenkflüssigkeit wird im Anschluss auf das Vorhandensein von Uratkristallen untersucht.

Erst nach Jahren geben Röntgenbilder aufschlussreiche Hinweise. Nur große Ansammlungen von Harnsäurekristallen sind für den Röntgenarzt sichtbar.

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Als Stoffwechselerkrankung mit rheumatischen Beschwerden zählt die Gicht zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Aufgrund der großen Zahl der Betroffenen kann man mittlerweile Gicht als eine Volkskrankheit bezeichnen, wobei hauptsächlich Männer erkranken. Die Gicht bezeichnet eine Störung des Purinstoffwechsels. Das Eiweiß Purin, das im Körper beim Abbau von Körperzellen entsteht und über die Nahrung aufgenommen wird, kann nicht vollständig abgebaut bzw. ausgeschieden werden. Meist verläuft die Gicht in Schüben. Bei akuten Gichtanfällen treten meist starke Schmerzen, besonders im Großzehengrundgelenk auf. Es sind verschiedene Auslöser bekannt, u. a. üppiges Essen und erhöhter Alkoholkonsum. Daher wird Betroffenen geraten, besonders auf ihre Ernährung zu achten.

Therapie Gicht

Für die Therapie von Gicht stehen dem Arzt mehrere Medikamente zur Verfügung, die in erster Linie die Entzündung des Gelenks lindern sollen. Hierzu können Antirheumatika ohne Kortison, sog. nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), Kortison, Colchinin oder Rasburicase eingesetzt werden. Langfristiges Ziel der Therapie sollte die Senkung des Harnsäurespiegels sein. Dazu sollte sich der Patient purinarm ernähren, d. h., möglichst viele Lebensmittel nicht essen, die einen hohen Puringehalt aufweisen, wie z. B. Hülsenfrüchte und bestimmte Fleisch- und Fischsorten. Weiterhin kann der Harnsäurespiegel auch mit Medikamenten gesenkt werden. Hierzu können Urikosurika und Urikostatika eingesetzt werden. Urikosurika sollen die Harnsäureausscheidung erhöhen, während Urikostatika die Harnsäurebildung blockieren sollen.

Beim Abbau von Purinen (Eiweißen) entsteht Harnsäure, die in der Regel über den Harn aus dem Körper befördert wird. Bei Betroffenen mit Gicht wird die Harnsäure nicht in vollem Maße ausgeschieden, sondern verbleibt im Körper. Als Folge steigt der Harnsäurespiegel im Blut. Es kann zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen in den Gelenken kommen, die dadurch anschwellen und schmerzen können. Für die Entstehung von Gicht gibt es mehrere Ursachen. Zum einen kann eine genetische Veranlagung für diese Stoffwechselerkrankung bestehen. Weiterhin können Nierenfunktionsstörungen, z. B. durch einen Diabetes mellitus, zur Ausbildung dieser Krankheit führen. Ein Risikofaktor für die Entstehung von Gicht ist auch die Ernährung.